Ernährung

Die artgerechte Ernährung unserer Hunde!!

Das Thema Ernährung beschäftigt sehr viele Menschen sei es  in der Menschen-, oder in der Tierwelt.

Forscher, Ärzte, Biologen und auch die Hundehalter.

Ich habe mir lange überlegt, ob ich überhaupt etwas dazu schreiben sollte, denn eigentlich ist das Thema schon zur genüge abgehandelt worden.

Deshalb erzähle ich, wie ich zur artgerechten Ernährung meiner Hunde kam und warum ich dabei blieb!!!!!!!!

Als ich vor ca. 25 Jahren meinen Mann kennen lernte, führten seine Eltern eine ländliche Metzgerei mit eigener Schlachtung.

Mit zur Familie gehörten auch 3 Dt. Doggen und Tanja die Boxerhündin, wegen der ich vom Schäferhundefan zum Boxerfan wurde. Fast jeder Metzgerkollege hatte zu dieser Zeit einen oder mehrere Hunde und nicht einer kam auf die Idee Hundefertigfutter zu kaufen. Oh ja, all diese Hunde wurden mit frischem Fleisch und Knochen ernährt und es ging ihnen super toll damit. Die Dt. Doggen meiner Schwiegereltern erreichten doch tatsächlich ein utopisches Alter  von 10-12 Jahren ohne je eine Magendrehung gehabt zu haben!!

Ich war damals  16 Jahre alt und fand das natürlich ganz selbstverständlich,  dass die Hunde frisches Rind-, Kalb-, und ab und zu Lammfleisch verzehrten. Wenn man sieht, wie die Hunde das Fleisch oder die Knochen erst belecken und dann genüsslich verzehren, der denkt nicht mehr im Traum daran, einen Sack Futter mit Mindesthaltbarkeit 2 Jahre (HALLO??!!) zu kaufen. Besonders, da die Hunde den Tierarzt nur zum Impfen treffen!

Nutztiere werden krank wenn sie nicht artgerecht gehalten und gefüttert werden! Der Mensch wird vom Fastfood krank ( und von vielem anderen!). Bei Wildtieren, die früher in Zoos in kleinen gefliesten Pferchen gehalten wurden, war es das gleiche Drama. Heutzutage wird Wert auf eine artgerechte Haltung, Sonne und frische Luft gelegt. Und nicht nur das artgerechtes Futter muss her, sogar für den Panda aus China wird Bambus eingeflogen!!?? Warum dieser Aufwand????!!

Zumindest den Gehegewölfen, Wildhunden, Großkatzen könnte man doch auch aus Kostengründen Fertigfutter verabreichen und der Aufwand wäre erheblich geringer!

Meinen Tierärztin (alle sind natürlich gegen die frische Fütterung , das arme Tier wird krank!) meinte nach einem Gespräch über Barf, dass doch unsere Hunde gezüchtet, äußerlich stark verändert und domestiziert, keine oder nur noch wenig Ähnlichkeit mit ihrem Urvater haben.

Doch konnte der Mensch trotz Zucht den Magen,  die Magensäure und den Darmtrakt der Tiere nicht verändern! Oder doch??

Verkehrte Welt wie mir scheint!  Der Mensch isst zuviel Fleisch, weswegen er krank wird und unsere Hunde essen zuviel Getreide, weswegen sie krank werden!!

Ich war 16 Jahre als ich zum BARFEN kam! Mittlerweile haben mich drei Boxerhündinnen durch mein Leben begleitet, alle wurden roh gefüttert,  alle waren sehr vital und wurden 12,5 (Delhi) und 13 Jahre (Lady) alt und hatten auch im Alter noch sehr viel Vitalität und Lebensfreude. Kein Hund hatte Probleme mit der Verdauung wie : Erbrechen, Durchfall, schlechten Appetit in Folge von Übersäuerung oder Übelkeit.

Warum sollte man also deshalb an der Ernährung etwas ändern was sich schon so lange bewährt hat?! Wenn rohes Fleisch Krankheitserreger hat, wo waren die nur alle die letzten 26 Jahre!???

Wenn Sie einen Hund haben, der sein Fertigfutter gut verträgt, freuen Sie sich und lassen dies, wie es ist!

Aber andere Hunde haben nicht so viel Glück und deshalb gibt es -zig Sorten Futter für den empfindlichen Hund. Der Dalmatinerrüde Anton meines Vaters z.B.  Mit ca. 1,5 Jahren entwickelte er einen so starken Juckreiz, dass er sich die Pfoten erst wund und dann blutig leckte. Mein Vater hatte wirklich nur das sehr gute und teure Futter der Züchterin gefüttert und nichts geändert, dass wurde ihm beim Kauf sehr ans Herz gelegt.

Er ging zum Tierarzt und der verschrieb ein anderes Futter und Cortison, täglich ein kleines Tablettchen, ist gar nicht schlimm! Aber nach unregelmäßigen Zeitabständen fing der Arme wieder an sich wund zu lecken. Immer ging es weiter, zwischen den Hinterbeinen und den Genitalien war er feuerrot!

Wieder anderes Futter und bisschen mehr Cortison. Das nächste Mal kamen dann noch die Ohren dazu( total entzündet, er kratzte sich wie verrückt).

Da ich sehr viel  Homöopathie anwende sei es bei uns, oder den Hunden, kam er irgendwann und wir konnten  ihm ein bißchen helfen, aber ich sagte ihm, stell den Hund auf rohe, frische Kost um. Aber er wollte zuerst nicht. Der TA wird es schon hinkriegen. Hat er aber nicht! Als keiner mehr was wußte und alle Futtermittel durchprobiert waren, wurde der arme Kerl endlich umgestellt. Es wurde, wie ich ihn schon vorgewarnt hatte, schlimmer als je zuvor. Der Hund war feuerrot. Jetzt denken Sie, ach du lieber Himmel, aber eine Entgiftung über die Haut ist immer normal. Mit Salben und Kühlung linderten wir das Schlimmste und nach den ersten schlimmen drei Wochen fing die Haut an zu heilen. Ein Fellwechsel setzte ein und das Fell das nachwuchs wurde viel dichter und kräftiger, bekam einen schönen Glanz. Anton war auch total begeistert über das frische Fleisch und Obst und Gemüse sowie die Öle. Den Rest seines Lebens muß er aber auf jegliches Getreide verzichten! Wenn er mal ein Brötchen stiehlt, rächt es sich sofort und er bekommt wieder Juckreiz.

Nun denken viele Menschen, dass Barfen doch aufwendig und schwierig sei. Hier kann ich nur jedem empfehlen, sich auf die HP von Swanie Simon zu begeben. www.barfers.de Und vielleicht darüber nachzudenken, wie wir uns ernähren. Schon die Banane und das Kiwischnitzchen für heute gegessen? Und bitte morgen dann nicht die Apfelsine und 50g Quark vergessen. Und übermorgen ................. Ach lassen wir den Quatsch so ernährt sich kein Mensch, jeden Tag die richtige Mischung an Vitaminen, Spurenelementen und Proteinen. Wenn ich heute keine Lust habe, esse ich garantiert keine Kiwi, sondern fünf Äpfel! Und unsere Kinder auch! Da sind wir dann auch nicht hinterher, und verfolgen sie mit der halben Birne, sonst bekommen sie nämlich Mangelerscheinungen und so weiter!

Damit will ich nicht sagen, dass man sich nicht mit dem Thema BARF beschäftigen muss , aber wie Swanie in einem Vortrag mal erwähnte :  ES IST NUR HUNDE FÜTTERN!!!